Blaue Bühne

22:45       Madsen

21:05       Max Herre

19:35       Jennifer Rostock

18:05       Der Familie Popolski

16:40       Asaf Avidan & The Mojos

15:20       Moke

14:10       MiaoMio

13:20       X-Ray Harpoons

12:30       Resultat 0

Madsen

(VN) Was klein begann, sollte schnell groß werden. Diese Jungs gibt es in dieser Konstellation und mit dem Namen Madsen seit 2004. Der Name ist gleichzeitig auch der Nachname von drei Brüdern der niedersächsischen Band. Die Geschwister hatten sich nach verschiedenen Musikstil-Experimenten zusammengerauft - Hard Rock und HipHop-Crossover - und fielen mit dem Endresultat Indie-Rock Universal Music auf. Nur einen kleinen Moment lang, so schien es, waren es kleine Bühnen, die sie betraten und schon im nächsten Moment sorgte die Promotion für Auftritte bei großen, bekannten Festivals in Deutschland. Ende April ist bereits ihr viertes Album herausgekommen. Mit ihren deutschen Texten, in denen es sich oft um die Problematiken des Jung-Seins dreht, begeistern die Jungs nicht nur ihr Publikum, sondern auch seit längerem etablierte Künstler wie Tomte Sänger Thees Uhlmann. Unser Festival begleitet die Band nunmehr seit Jahren und auch bei uns klettern sie die Leiter in windeseile hoch. Nach 2006 und 2007 kommen sie in diesem Jahr bereits zum dritten Mal auf die RhEINKULTUR. Diesmal - und das völlig zu Recht - als Headliner.

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Max Herre

Freundeskreis hätten wir immer gern gehabt, aber geklappt hat es eben nicht. Wahlweise weil sie woanders spielten, dann weil sie vielleicht zu groß waren, dann weil es sie nicht mehr gab. Max Herre, den man wie keinen anderen mit seiner alten Band verbindet, gibt es aber noch und er ist heute ein noch besserer, reiferer Künstler. Aus dem Frontmann ist ein Frontmann, Sänger und Songwriter geworden, der einer großartigen Band vorsteht, die seinen Namen trägt. Er beglückte uns im Sommer des letzten Jahres mit einer Albumperle, die die ungemeine Bandbreite eines Mannes widerspiegelt, der etwas zu sagen hat und weiß, wie man das macht. Songs wie »Scherben«, »Blick Nach Vorn« oder der heimliche Sommerhit »Ein Geschenkter Tag«, der auch dem Album seinen Namen gab, zeugen davon und lassen für die Zukunft noch viel größeres hoffen. Was könnte man sich mehr wünschen, als Max Herre zu sehen und zu hören, wenn die Sonne über der Rheinaue untergeht? Richtig: nix!

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Jennifer Rostock

(TM) Schnelle Drums, schrammelige Gitarren, Synthie- und Keyboard-Sounds. Dazu Texte, die sich in Wortspielereien manchmal fast zu überschlagen scheinen. Mal poetisch, mal mehr aufs Maul. Schon ein Blick aufs Bandfoto, geschmückt durch überdurchschnittliche Tattoo- und Piercing -Dichte, zeigt die Unterschiede zu Juli, Silbermond oder Wir Sind Helden: hier ist deutlich mehr Punk im Tank. Die Songs der Band stammen aus der Feder von Jennifer Weist und »Joe« Walter. Beide kennen sich schon seit dem Kindergarten. 2006 zogen sie zusammen nach Berlin, um aktiv einer Musikkarriere nachzugehen. Hier wurden auch die restlichen Bandmitglieder gefunden: Alex Voigt (Gitarre), Christoph Deckert (Bass) und Christoper »Baku« Kohl (Drums). Erste Konzerte in Berlin folgten 2007 und auch der erste Plattenvertrag. Der Erfolgszug des selbst benannten »Neue Ostdeutsche Welle Punk« läuft immer noch auf vollen Touren. Es ist die Punk-Einstellung, die gesunde Portion Arroganz, verkörpert vor allem in Frontfrau Jennifer, die den Unterschied ausmacht.

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Der Familie Popolski

(VN) Nachdem der Kirchenkantor Pjotrek Popolski vor 100 Jahren beim Pfarrfest in Pyskowice 22 Gläser Wodka auf das Wohl der Jungfrau Maria getrunken hatte, setzte er sich auf sein Fahrrad und radelte durch den strömenden Regen singend zurück in seine Heimatstadt Zabrze. Gut gelaunt ersann er eine kleine Melodie, die später als der Gassenhauer Ei dobrze, dobrze dralla zu lokaler Berühmtheit gelangen sollte. Die vier Akkorde dieser genialen Komposition wurden später von erstaunten Fachleuten in 90% aller internationalen Tophits wiedererkannt. Das Lied gilt heute in Polen nicht nur als der erste Popsong der Musikhistorie, sondern auch als Beginn der unglaublichen Geschichte der Familie Popolski. Die polnischen Pioniere der Popmusik präsentieren dem RhEINKULTUR-Publikum in einer mitreißenden Bühnenshow mit vielen Gästen und ebenso viel Wodka ihre unglaubliche Geschichte vom Opa und der Familie, von knapp 128.000 gestohlenen Top-Ten-Hits, historischen Momenten und der polnischen Lebensfreude...

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Asaf Avidan & The Mojos

(VN) In einem Konzert zerschlug der Gitarrist der Band seine Gitarre auf der Bühne. Schon länger hatte ihm das Instrument Kummer bereitet und an jenem Abend konnte er sich nicht mehr zurückhalten und das mitten auf der Bühne. Dieser überraschend aggressive Akt zeigt dem Zuschauer, mit was für einer Band er es hier zu tun hat. Leidenschaft, Energie, Kompromisslosigkeit – Eigenschaften, die für Asaf Avidan & the Mojos heilige Regeln sind. Beeindruckend an den Musikern aus Jerusalem ist, dass sie es allein zu Ruhm schafften. Erst als die Hallen schon voll waren, merkten die Medien, dass es sich um eine mit Lobeshymnen überschüttete Band handelte, die Nominierungen für die MTV European Music Awards bekam und auf Tournee mit Morrissey ging. Die Musik beschreibt man am besten mit dem Album, das sie in ihrer Heimat zu Stars machte. »The Reckoning « ist eine einzigartige Mischung aus 60s-Songwriter-Folk, Blues und Indie-Rock. Die Band beschwört mit junger Kraft den Geist von John Lee Hooker und erinnert manchmal an frühe Led Zeppelin oder Janis Joplin.

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Moke

(VN) Die fünf Musiker von Moke kommen zwar aus den Niederlanden, doch hört man sich ihre Songs an, wird schnell klar, dass sie sich mit Leib und Seele dem Britpop verschrieben haben. Mit Erfolg: nach nur wenigen Auftritten schafften sie es bereits, Vorband von Paul Weller zu werden, der nicht umsonst auch »the father of Britpop genannt wird. In Deutschland wurde ihr Debüt »Shorland« durch mehr als 40 Artikel und 100 positive Kritiken zelebriert und auch das Video schaffte es rasant in die MTV Charts. Doch damit nicht genug: während sie sich als Band mit ihrer Musik schnell einen Ruf machten, lernten sie Karl Lagerfeld kennen, dank dessen Outfits sie kurzerhand vom Esquire Magazine zur »Best Dressed Band« gekürt wurden. Mittlerweile machen sie das Vorspiel bei Bands wie Keane, Razorlight und Amy McDonald. Über sich selbst sagen sie, dass es bei ihnen sogar noch besser funktioniere, wenn sie vor einem großen Publikum stünden. Lassen wir uns also überraschen und feiern den Britpop, importiert aus Holland.

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MiaoMio

 

(VN) »Miau! Mio! Miau! Mio! Zu Hilf ', das Kind brennt lichterloh.« Die Zeilen stammen aus dem Struwwelpeter. Die Kurzgeschichten darin handeln von unartigen Kindern, die für den Ungehorsam zuletzt bestraft werden. Die Geschichte, auf die der Name Miaomio anspielt, heißt »Paulinchen war allein zu Haus«. Eine traurige Geschichte. Warum also der Name? Dazu meinen Anika, Sarah B., Eva und Sarah T., dass schon der Struwwelpeter wusste, dass aus flackernden Kerzen ein lichterloh züngelndes Feuer werden kann, und auch sanfte Pfoten können im Schnee tiefe Spuren hinterlassen. Übersetzt heißt das so viel wie, auch Frauen wissen trotz sanften Gemüts wie man gute Musik macht und Emotionen dürfen dabei nicht fehlen. Schon seit 2007 arbeitet das rein weiblich besetzte Quartett aus Bonn erfolgreich daran, emotionalen und vielschichtigen Indie-Pop zu spielen, der sich zu keiner Zeit seiner musikalischen Leichtfüßigkeit schämen muss.

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X-Ray Harpoons

(VN) Es soll eine weitere zu ruhige Nacht in Bonn gewesen sein, als sich eine Gruppe von Jungs mit sehr unterschiedlichem Musikbackground zu einer Band zusammenraufte. Mit der Zeit entwickelten die X-Ray Harpoons einen Style, der allen Mitgliedern passte und sehr stark beeinflusst war von Sixties- und Eighties-Garage Bands. Sie orientieren sich an Gruppen wie The Music Machine, The Brogues & We The People (aus den 60s), sowie The Fuzztones und The Gruesome and The Gravedigger (aus den 80s). In Musik-technische Begriffe übersetzt heißt das so viel wie eine starke, expressive Stimme, die von röhrendem Bass, quietschenden Gitarren-Sounds, stampfenden Drum-Beat und einer wilden Orgel begleitet wird. Es ist psychodelischer Garagenpunk, um es auf den Punkt zu bringen, der von Bewunderern unter anderem auch als »teenangst sound« in einem »retro charmin‘ way« bezeichnet wird. Ein bisschen Sechziger, ein bisschen Achtziger, punkiger Schmackes und die Stones. Hört sich gut an? Hört sich gut an!

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Resultat 0

(VN) Fabian (19), Jannis (19) und Karsten (20) sind ganz normale Jungs, die die Schule und den Zivi hinter sich bringen mussten. Und doch haben sie für ihr junges Alter schon einiges auf der musikalischen Karriereleiter geschafft. Es ist beeindruckend, zu wissen, dass es die Band in dieser Konstellation erst seit 2008 gibt und sie schon ein Jahr später mit einem echten Durchmarsch durch alle Runden die Jury und das Publikum des Popmotors überzeugten. Sie brachten den Sieg gegen 60 andere Bands mit nach Bonn. Es folgten Supportgigs für die Luxemburger Eternal Tango, The Black Sheep und den Reggaestar Patrice. Die erste EP wurde aufgenommen und erschien im März 2010 unter dem Namen Serviervorschlag. Nach Popmotor spielen sie »Songs wie kleine Überfälle auf Herz und Verstand, die noch stundenlang im Hirn rotieren und Dominosteine an Gefühlen lostreten. Und wem das nicht so geht, muss wohl tot sein und schimmeln.«

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